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Gullydeckel gibt's überall: Nord, Süd, Ost, West,
kleiner Radius, großer Radius; Asien, Afrika, Amerika -
alles keine Hürde,

aber:
Berlin alleine schon hält einen in schach: ständig neue, alte,
nie geseh'ne: in Eisen, Holz, Zement oder Stein, plattig, rund, oval,
kleines Quadrat, großes Rechteck, geschuppt, gepanzert, vermoost,
ja vermoost -
ornamentiert in Wappen, Buchstabe, Kopf oder Zahl: Gullyland.

Daher manchmal:
Gullydeckel als Interpunktion des Fahrradfahrens,
oder als individuelle Verankerung während schwerschuhiger touristischer Aktivitäten.
Oder mikrokosmische Schönigkeiten?
Oder vielleicht bloß bildhafte Ausdrucksträger für Heimatliebe (überall)?
Reflexhafte Formsuche?
Gesammeltes?

Weiß nicht -

denn dann wieder
schubhafte Manie:
irgendeine fremde Stadt, zielloser Gang mit plötzlich sich verengender Pupille - Vollschwenk
zu ornamentierter Eisenoblate, Blitzlicht gegen radiale Musterschiene. Jetzt weiter! Gullygier
erwacht! Blutrausch auf Metall, Holz, Gestein, auf gepanzerte Archaik in stummer Ruhelage.
Sind das Wachmannschaften, Rüstungsträger, Heeresscharen?

Und plötzlich auch schon:
Gullyapathie, Abebbung der gußeisernen Vision, Gullyschneeschmelze,
Gullyschlaf mit Pausenzeichen - randlos,

vorerstmal.
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