Foto: 2002
 
 
Ich will Teppiche machen, die wie ein einziger Webfehler aussehen.
Ins Ungewisse arbeiten und der Ahnung der Idee folgen;
versuchen, richtig zu schließen.

Klischees zu erkennen suchen und sie zu brechen,
mit Stimmigkeit auf der Fläche und in den Farben?

Die Sache mit der Wolkenbildung und der Freiheit,
sich selbst etwas zu denken.
Gegenüber Eingebungen offen sein,
auch wenn sie seltsam anmuten und nicht "textil".
Der Natur folgen.
Gewebte Skizzen – aus Stoffen "von überallher".
Gelebte Skizzen.
Arbeitsnotiz H. H., Nov. '94
Biographie

1949                in Zwickau/Sa geboren
seit 1952        Großenhain/Sa
seit 1969        Berlin
1969 – 1972  Film-Kamera-Assistentin beim Deutschen Fernsehfunk
1972 – 1978  Filmtheaterleiterin
1972 – 1978  Fachschulfernstudium "Filmeinsatzleiter"
1976                Geburt des Sohnes
1983 – 1990  Tätigkeit in der Galerie Mitte, Berlin

1984                Beginn der künstlerischen Textilarbeit
1991                Aufnahme in den Verband Bildender Künstler
seit 1992        verschiedene kulturelle Projektarbeit
2003 – 07      GEDOK Brandenburg
                         lebt und arbeitet in Berlin



"... Die spezifischen Grundelemente ihrer Gestaltung liegen in der organischen Vereinung von ornamentaler Bindung, klarer innerer Struktur einerseits und der frei schwingenden Form, dem individuell geprägten Detail andererseits.
Diese häufig auf elementare Vorgänge in der Natur bezogenen Teppiche sind überzeugende Gestaltungen innerhalb der dekorativen Kunst..."
Fritz Jacobi, 1994

"... Die alte Leidenschaft von Helga Höhne, beim Weben der Natur zu folgen, dem Zufall zu trauen, lediglich nur einer Ideen-Spur nachzugehen – drängt sie zu jener bildhaften Form, die fernab vom 'Textilen' beheimatet ist.
Seit sich das traditionelle rechteckige Format für sie abgearbeitet und erschöpft hat, ist es der 'freudvolle Schreck' über die überaus geeignete Aura von weggeworfenen, liegengelassenen-verlebten Versatzstücken aus irgendeinem Alltag, die sie auf ihrem Weg findet, und die den neuen Teppichen ihre Kontur leihen..."
Petra Hornung, 2006

Ihre textilen Arbeiten entstehen nicht als Umsetzung ausgefeilter Entwürfe, sondern nach skizzenhaften Notaten in freier Gestaltung – so ist der Entstehungsprozess der Malerei vergleichbar, jedoch gebunden an "textiles" Festgelegtsein.
K.-F. Schmalwaßer, Galerie im Turm, Berlin

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